Heilmoor ist ein Naturprodukt, das bei Hunden sowohl innerlich bei Verdauungsproblemen als auch äußerlich bei Juckreiz eingesetzt wird. Doch was steckt wirklich dahinter und lohnt es sich, es dem eigenen Hund zu geben?
Wofür wird Heilmoor bei Hunden eingesetzt?
Heilmoor soll den gesunden Darm fördern und das Unwohlsein bei Blähungen und Durchfall vermindern. Gleichzeitig kann es so auf das Immunsystem wirken, denn ein gesunder Darm ist eine wichtige Grundlage für ein gutes Immunsystem.
Äußerlich wendet man Heilmoor meistens vor allem bei Juckreiz an.
Was ist Heilmoor?
Heilmoor ist ein Naturprodukt, welches durch die Zersetzung von Pflanzen entsteht. Der Prozess geht nicht schnell, sondern dauert Jahrhunderte. Früher mehr bekannt, wird Heilmoor heute nur noch selten eingesetzt, völlig zu unrecht.
Äußerliche und innerliche Anwendung von Heilmoor
Heilmoor kann äußerlich zur Unterstützung bei Hautproblemen und innerlich bei Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Durchfall angewendet werden.
Vorteile von Heilmoor für Hunde
Der lange Zersetzungsprozess bei der Entstehung von Moor führt dazu, dass Mineralstoffe und Spurenelemente entstehen. Sie reichen nicht aus, um deinen Hund bedarfsdeckend zu ernähren, sind aber eine gute Ergänzung.
Die häufigste Erwähnung und der Grund, Heilmoor zu füttern, ist die Huminsäure. Sie wirkt entzündungshemmend im Darm, weshalb Heilmoor auch gerne zur Darmsanierung eingesetzt wird.
Heilmoor für Hunde: Erfahrungen
Die Wirkung von Heilmoor auf Sodbrennen, Durchfall und die Darmgesundheit im Allgemeinen ist wissenschaftlich wenig untersucht und auch nicht belegt. Mir ist oft von einer positiven Wirkung vor allem bei Durchfall berichtet worden, im Fall von Sodbrennen beim Hund setze ich lieber Heilerde* oder Ulmenrinde ein.
Der Nachteil aus meiner Sicht ist die Schwarzfärbung des Kots. Gerade bei Durchfallerkrankungen sollte man im Blick behalten, ob Blut im Kot ist und in diesem Fall wieder den Tierarzt aufsuchen. Durch das Heilmoor ist dies aber nicht mehr zu erkennen.
Wieviel Heilmoor für den Hund?
Achte immer darauf, in kleinen Mengen zu starten und steigere nur langsam. Die genaue Menge hängt vom Produkt ab, nicht jedes Produkt enthält eine gleiche Konzentration an Heilmoor, richte dich also bitte nach der Angabe auf der Verpackung.
Welche Marken bieten Heilmoor für Hunde mit natürlichen Inhaltsstoffen an?
Empfehlenswert ist das Heilmoor von ReaVAT* oder auch das Heilmoor von GRAU*, beide enthalten keine künstlichen Zusatzstoffe und haben einen hohen Gehalt an Huminsäure.
Wie füttert man Heilmoor für Hunde?
Du kannst das Heilmoor einfach unter das Futter mischen, normalerweise wird das gut gefressen. Eine andere Variante ist das Einrühren in Quark oder Hüttenkäse. Heilmoor wirkt auch appetitanregend, hat dein Hund durch Durchfall viel Gewicht verloren, kann diese Wirkung sehr nützlich sein.
Wie lange soll man Heilmoor füttern?
Die Gabe von Heilmoor ist eher als Kur gedacht, also bei Problemen mit Durchfall für ungefähr zwei Wochen. Solltest du das Gefühl haben, dass eine Dauergabe sinnvoll ist, sprich das auf jeden Fall mit deinem Tierarzt ab.
Nebenwirkungen von Heilmoor für den Hund
Es sind kaum Nebenwirkungen dokumentiert, was vor allem auch daran liegt, dass es kaum wissenschaftliche Untersuchungen dazu gibt. Wie schon erwähnt ist aus meiner Sicht die kritischste Nebenwirkung die Schwarzfärbung des Kots, auch wenn sie unmittelbar nicht schadet, erschwert sie doch die allgemeine Diagnostik.
Beobachte deinen Hund genau, ob er das Heilmoor verträgt oder nicht, es kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein.
Fazit: Heilmoor für den Hund: Sinnvolle Ergänzung, mit Bedacht eingesetzt
Heilmoor ist ein interessantes Naturprodukt, das vor allem bei Verdauungsproblemen wie Durchfall oder Blähungen sowie zur Unterstützung der Darmgesundheit eingesetzt wird.
Die enthaltene Huminsäure wirkt entzündungshemmend und macht Heilmoor besonders bei der Darmsanierung beliebt. Äußerlich kann es zusätzlich bei Juckreiz und Hautproblemen helfen. Wichtig zu wissen: Die Wirkung ist wissenschaftlich kaum belegt, viele Hundehalter berichten jedoch von positiven Erfahrungen insbesondere bei Durchfall.
Als Kurzzeitkur über etwa zwei Wochen ist Heilmoor eine gut verträgliche Option, sollte aber nicht dauerhaft ohne Rücksprache mit dem Tierarzt gefüttert werden.
Der größte Nachteil bleibt die Schwarzfärbung des Kots, die die Beurteilung des Allgemeinzustands erschwert. Wer Heilmoor ausprobieren möchte, sollte mit kleinen Mengen starten, die Herstellerangaben beachten und seinen Hund aufmerksam beobachten.