Das Ei-Dilemma: Roh, gekocht oder nur das Eigelb?

ei-roh-gekocht-hund

Seit Jahren kommt immer wieder die Frage auf, ob das Hühnerei nun roh oder gekocht an den Hund verfüttert werden sollte. Das Verrückteste, was ich in diesem Zusammenhang mal gehört habe, war die Aussage, dass Wölfe ja Daumen hätten, wenn man gewollt hätte, dass sie Eier trennen. Ich lasse diese Aussage an dieser Stelle so stehen, möchte aber in diesem Artikel darüber aufklären, was denn nun das Beste in Bezug auf das wirklich tolle Futtermittel Ei ist. Denn Ei hat eine hervorragende biologische Wertigkeit, was es als leichtverdauliche Proteinquelle so wertvoll macht.

Das Hühnerei in der Hundeernährung

Werfen wir mal einen kurzen Blick auf die Vorteile des Hühnereis: Das Eidotter, oder auch umgangssprachlich als Eigelb bezeichnet, ist reich an ungesättigten Fettsäuren, wie beispielsweise der für den Hund essentiellen Omega 6 Fettsäure Linolsäure. Sie ist für eine gesunde Hautbarriere und ein glänzendes Fell zuständig und kann von deinem Hund nicht selbst gebildet werden.

Dazu enthält das Eigelb noch Zink und in nennenswerten Mengen Biotin, Vitamin A und D.

Das Eiklar oder auch Eiweiß genannt versorgt deinen Hund zwar weniger mit Vitaminen und Mineralstoffen, dafür aber mit Protein. Das Eigelb hat sogar auf 100 g gesehen etwas mehr Protein, macht aber nur ungefähr 1/3 des gesamten Eis aus. Wertvoll sind also beide Komponenten des Eis, allerdings nur in einem bestimmten Zustand.

Rohe Eier für deinen Hund nur in Ausnahmefällen

Die große Frage ist immer: Darf mein Hund das Ei roh fressen oder soll ich es lieber kochen? In der Rohfütterung solltest du ganze Eier nur in Ausnahmefällen verwenden. Der Grund liegt in einem Stoff, der im Eiklar enthalten ist, das Avidin. Avidin ist eine Eiweißverbindung, die das Biotin aus dem Eigelb bindet und damit die Aufnahme in den Körper blockiert und das wäre wirklich schade drum. Außerdem enthält das Eiklar auch noch einen Trypsinhemmstoff, das heißt, dieser Hemmstoff bindet sich an das im Körper enthaltene Verdauungsenzym Trypsin, welches für die Eiweißaufspaltung im Dünndarm zuständig ist. Heißt im Klartext also: Das rohe Eiklar verhindert die Aufnahme des eigentlich sehr hochwertigen Proteins aus dem Hühnerei.

Rohe Eier sind für den Hund somit nicht giftig, aber ziemlich nutzlos, bis auf die Tatsache, dass sie gut schmecken.

Anders sieht es aus, wenn die Eier gegart werden. Das Avidin ist hitzeinstabil, wird also durch die Wärme deaktiviert. Die Trypsinhemmstoffe sind hitzebeständiger, verlieren aber ebenfalls einen großen Teil ihrer Wirkung. Allerdings sind natürlich auch die Nährstoffe im Eigelb hitzeanfällig und werden durch das Kochen etwas reduziert, die beste Variante wäre also tatsächlich gegartes Eiklar und rohes Eidotter. Oder ein Spiegelei mit flüssigem Eigelb. Da kann nun jeder selbst entscheiden, ob man sich den Aufwand macht oder das Ei eben doch einfach gekocht verfüttert, was die einfachste Variante ist.

Natürliche Nährstoffergänzung: Eierschale

Die Eierschale kannst du als natürliche Calciumergänzung benutzen, falls du die Rationen für deinen Hund selbst zubereitest, dann ist tatsächlich das gesamte Ei verarbeitet. Erhitze sie dafür aber für mindestens 10 Minuten bei 80°C, damit die eventuell vorhandenen Salmonellen abgetötet werden.

Übrigens: Auch wenn das Eigelb auf 100 g mehr Protein hat, als das Eiklar, ist es nicht ratsam, den Proteinbedarf nur damit zu decken. Denn es hat auch fast 10x so viel Fett wie das Eiklar, sogar mehr als beispielsweise Fleischwurst und bei einigen Eigelb am Tag würde es somit schnell dazu kommen, dass dein Hund zunimmt.

Ähnliche Beiträge
Hundeernährungsberatung wie ich dich unterstützen kann

Wie ich dich in 2026 als Hundeernährungsberaterin unterstützen kann

Trockenfutter für Hunde im Test

Das beste Hundefutter – Trockenfutter im Test

Dürfen Hunde Paprika essen, zwei Bodeguero Andaluz legen ihre Kopf auf eine Paprikaschote

Dürfen Hunde Paprika essen?

Swantje Rost Ernährungsberaterin für Hunde. Mit ihren Hunden am Strand.

Dein Hund hat spezielle Bedürfnisse oder du bist unsicher, ob seine aktuelle Fütterung wirklich passt?

Melde dich gern bei mir – gemeinsam finden wir den besten Futterplan für deinen Hund!

Schick mir einfach unverbindlich eine Nachricht:

Werbehinweis:
Bei Links, die mit Sternchen (*) verstehen sind, handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision, für dich ändert sich nichts am Preis. 
Ich empfehle nur Produkte, die ich selber getestet und für richtig gut befunden habe.
Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

Nie wieder Tipps, Rabattcodes und die besten Produktempfehlungen verpassen?

Dann melde dich jetzt für meine regelmäßigen E-Mails an und freue dich über abwechslungsreiche Backrezepte, Informationen rund um das Thema Hundeernährung und tolle Rabatt-Gutscheine.

-> Hier geht’s zur Anmeldung!

Kürbisrezepte für Hunde - Abbildung mit Kürbiszutaten auf einem gelben Hintergrund

Jetzt eintragen und wöchentlich ein neues Rezept erhalten.
Für mehr Abwechslung im Napf – und einen glücklichen Hund.

Nach oben scrollen
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner